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Das dicke Ende - Übergewicht und seine Folgen
Der seit mehreren Jahren herrschende Diät-Wahn hat keine Erleichterung gebracht. Übergewicht ist ein Massenphänomen: Nur ein Drittel der Männer in Deutschland bringt Normalgewicht auf die Waage, bei den Frauen sind es etwas weniger als die Hälfte.
Nach jüngsten Erhebungen ist fast jeder fünfte Bundesbürger fettleibig (adipös) , trägt also nicht nur ein paar Kilogramm zuviel auf den Rippen, sondern gefährdet sein Wohlergehen. In den USA ist die Fettleibigkeit die zweithäufigste Todesursache. Schon im nächsten Jahr könnten mehr Amerikaner an durch Übergewicht ausgelösten Krankheiten wie Herzleiden und Diabetes sterben als an den Folgen des Tabakkonsums. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält die Fettleibigkeit in den reichen Industrienationen für einen der fünf häufigsten Auslöser von Krankheiten.
Folgen des Übergewichts das dicke Ende
Viele Gesundheitsrisiken und Krankheiten entstehen durch Übergewicht. So ist zum Beispiel das so genannte metabolische Syndrom eine Folge von Übergewicht: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2. Das metabolische Syndrom führt zur Arteriosklerose, im schlimmsten Fall drohen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Auch Diabetes tritt bei Übergewicht deutlich häufiger auf, als bei Normalgewicht. Rund sechs Millionen Deutsche sind bereits an Diabetes erkrankt, bis zum Jahr 2010 rechnen Experten mit zehn Millionen. Zusätzlich steigt mit dem Übergewicht das Risiko für Gallensteinleiden, Atembeschwerden und nächtliche Atemaussetzer (das so genannte Schlaf-Apnoe-Syndrom). Schmerzen im Rücken oder Gelenkveränderungen wie Arthrose in der Hüfte oder den Knien treten bei Übergewicht ebenso deutlich häufiger auf wie sexuelle Störungen und sogar bestimmte Krebsformen. Die Unfallgefahr und das Risiko für Komplikationen bei Operationen sind erhöht, die allgemeine Lebenserwartung wird verkürzt.
Insbesondere um Erkrankungen von Herz und Kreislauf vorzubeugen, ist die Reduktion des Körpergewichts der erste Schritt.
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