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Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Überblick

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist eine Funktionsstörung der Schilddrüse, bei der diese zu viele Schilddrüsenhormone bildet. Dies führt zu einer Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen, was verschiedene Folgen haben kann.

Schilddrüsenhormone beeinflussen alle Stoffwechselvorgänge des Körpers. Eine Schilddrüsenüberfunktion äußert sich durch vielfältige allgemeine Symptome, wie Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Haarausfall , vermehrtes Schwitzen und Wärmeintoleranz. Daneben wirkt sich eine Überfunktion der Schilddrüse auf einzelne Organsysteme wie etwa das Herz-Kreislauf-System aus, da Schilddrüsenhormone den Körper für die Wirkung von Stresshormonen empfindlich machen.

Eine Schilddrüsenüberfunktion ist keine eigenständige Erkrankung der Schilddrüsen, sondern ein Symptom verschiedener anderer Erkrankungen. Die häufigsten Ursachen für eine Überfunktion der Schilddrüse sind der so genannte Morbus Basedow und die Schilddrüsenautonomie. Zur Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion werden die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt und eine Szintigraphie durchgeführt. Die Behandlung erfolgt mithilfe von Medikamenten, welche die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen. Daneben werden Verfahren eingesetzt, mit denen das funktionsfähige Schilddrüsengewebe gemindert wird, zum Beispiel eine Schilddrüsenoperation oder eine Radiojodtherapie . Ist die Operation oder Radiojodtherapie zu umfangreich, kann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) die Folge sein, die dann ihrerseits durch eine Hormonersatztherapie zu behandeln ist.

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