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Hepatitis B
Überblick
Kaum eine Infektionskrankheit ist häufiger als Hepatitis B: Etwa jeder dritte Mensch auf der ganzen Welt hat sich schon einmal mit dem ursächlichen Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert. Die Folgen sind sehr unterschiedlich; meist geht die akute Infektion aber von selbst zurück.
Die Hepatitis B ist eine meldepflichtige, ansteckende Leberentzündung . Die Übertragung der Hepatitis-B-Viren erfolgt über das Blut oder andere Körperflüssigkeiten wie Sperma. Mehr als die Hälfte aller Fälle von Hepatitis B in Deutschland ist auf sexuelle Übertragung zurückzuführen, weshalb die Hepatitis B als Geschlechtskrankheit gilt. Ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit Hepatitis B besteht zum Beispiel bei:
- häufigem Kontakt mit Blut oder Blutprodukten (medizinisches Personal)
- Verwendung verunreinigter Spritzen, etwa bei Drogenabhängigkeit
- häufigen Bluttransfusionen
- Dialyse
Die Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen: Ein Drittel aller akuten Hepatitis-B-Infektionen verläuft ohne Beschwerden und bleibt dann oft unerkannt. In den anderen Fällen treten spätestens sechs Monate nach der Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus zunächst allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit , Kopfschmerzen , Gliederschmerzen , Appetitlosigkeit auf; dann kann sich eine Gelbsucht entwickeln. In bis zu zehn Prozent der Fälle entwickelt sich aus der akuten Infektion eine chronische Hepatitis B , die schwerwiegende Folgen (wie Leberzirrhose , Leberkrebs ) haben kann.
Die gegen eine Hepatitis B eingesetzte Therapie hängt vor allem davon ab, ob die Infektion akut oder chronisch ist:
- Bei einer akuten Hepatitis B ist eine auf die Symptome ausgerichtete Behandlung (z.B. mit Bettruhe und Verzicht auf Alkohol ) in der Regel ausreichend: Meist stellt sich die Heilung dann von selbst ein.
- Bei einer chronischen Hepatitis C kommen zur Therapie Interferon Alpha und spezielle Mittel gegen Viren (sog. Virostatika ) zum Einsatz.
Zur Vorbeugung sind die Schutzimpfung gegen Hepatitis B für alle Kinder (schon im Säuglingsalter) und für Erwachsene mit erhöhten Ansteckungsrisiko sowie allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (wie Schutz vor Blutkontakt, Verwendung von Kondomen ) empfehlenswert.
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