Demenz
Überblick
Die Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Etwa 1 Millionen Menschen in Deutschland haben diese krankheitsbedingte Hirnleistungsstörung, bei der das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen, und sind je nach Erkrankungsstadium im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig.
Die Symptome einer Demenz sind sehr vielfältig: Dement zu sein bedeutet, dass mehrere geistige und verstandesmäßige Bereiche beeinträchtigt sind, wie die Orientierung oder die Lern- und Urteilsfähigkeit. Der Begriff Demenz (lat. Dementia ) leitet sich von de mente ab, was "ohne Geist" oder "von Sinnen" bedeutet. Sowohl das Sozialverhalten als auch die Motivation und die Persönlichkeit dementer Menschen verändern sich. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, unterscheidet man allgemein leichte, mittelgradig schwere und schwere Demenzen.
Hauptsymptom einer Demenzerkrankung ist die nachlassende Gedächtnisleistung , wobei zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist. Weitere mögliche Demenz-Symptome sind:
- Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- Unruhe mit erhöhter Anspannung, Enthemmung, Euphorie
- Aggressionen
- Weinanfälle
- gesteigerte Bewegung, häufige Wiederholungen gleicher Bewegungsabläufe
- depressive Phasen
- Angst
- körperliche Symptome (in späten Demenz-Stadien) wie:
- gestörter Tag-Nacht-Rhythmus
- Blasenschwäche (Inkontinenz)
- Verstopfung
Eine Demenz beginnt meist im höheren Lebensalter die Ursachen hierfür sind sehr vielfältig:
- Am häufigsten ist die Alzheimer-Demenz , die mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen (sog. Neurodegeneration) einhergeht.
- Die zweithäufigste Form ist die vaskuläre Demenz , die infolge von Gefäßerkrankungen des Gehirns auftritt.
Drei weitere seltenere Demenzen, die wie die Alzheimer-Demenz mit einer Neurodegeneration einhergehen, sind:
- frontotemporale Demenz (sog. Pick-Krankheit)
- Parkinson-Demenz
- Lewy Body Dementia (bzw. Lewy-Körperchen-Demenz)
All diese Formen von Demenz zeigen einen mehr oder weniger stetig fortschreitenden Verlauf. In sehr seltenen Fällen entstehen jedoch infolge von anderen Erkrankungen Demenzen, die sich auch zurückbilden können.
Eine fortschreitende Demenz ist zwar nicht heilbar, im Frühstadium kann eine geeignete Therapie die Demenz in ihrem Verlauf aber positiv beeinflussen: Eine Ganzheitstherapie aus Medikamenten, die das Fortschreiten der Demenz verzögern, sowie aus Gedächtnistraining , Verhaltens- und Soziotherapie erhält die Lebensqualität sowohl der Menschen mit Demenz als auch derer, die sie betreuen.
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