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Borreliose (Lyme-Borreliose)

Überblick

Die Borreliose (Lyme-Borreliose) ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Krankheitserreger sind bestimmte Bakterien, die sogenannten Borrelien.

Mit Borrelien befallene Zecken kommen in allen Regionen Deutschlands vor. Das Risiko nach einem Zeckenstich (auch: Zeckenbiss) an Lyme-Borreliose zu erkranken, ist jedoch eher gering: Nur ungefähr 10 Prozent der Betroffenen infizieren sich tatsächlich und ein Prozent erkrankt an der Zecken-Borreliose, nach dem Stich einer Zecke, welche die Erreger in sich trägt.

Die Borreliose verläuft schleichend und in drei Stadien. Als typisches Zeichen tritt bald nach der Infektion eine meist etwa handtellergroße Rötung im Bereich der Stichstelle auf, wobei die Größe durchaus stark schwanken kann. Diese sogenannte Wanderröte heißt in der Fachsprache Erythema (chronicum) migrans, kurz ECM. Im weiteren Verlauf kann die Lyme-Borreliose noch nach Wochen, Monaten oder Jahren verschiedene Gewebe und Organe befallen (z.B. Gelenke, Nerven, Hirnhäute, Herz , Auge , Haut ).

In den meisten Fällen tritt nur das erste Stadium der Borreliose mit der typischen Hautrötung auf. Eine Antibiotika -Therapie im frühen Stadium verspricht am meisten Erfolg und trägt dazu bei, spätere Komplikationen zu verhindern. Beispiele für solche Komplikationen sind die bakterielle Gelenkentzündung (Lyme-Arthritis) und der Befall des Nervensystems (Neuroborreliose). Sie treten in den Stadien II und III der Borreliose auf. Auch in den späteren Stadien wird die Lyme-Borreliose mit Antibiotika behandelt.

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Bei einer Borreliose stellt der Arzt die Diagnose in erster Linie mithilfe der Krankengeschichte und der typischen Beschwerden. Weist die entzündliche Rötung der Haut (Erythem) eindeutig auf eine Borreliose hin, ist eine Blutuntersuchung oft nicht erforderlich. Bei Verdacht auf eine Lyme-Borreliose gehört eine Blutuntersuchung jedoch häufig zur Routinediagnostik. Mit ihr lassen sich Antikörper gegen die auslösende Bakterienart Borrelia burgdorferi im Blut nachweisen.

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