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Volkskrankheit Migräne
Rund 350.000 Menschen leiden täglich unter Migräneanfällen. Dabei handelt es sich um eine ernste neurologische Störung, die zu den chronischen Erkrankungen zählt. Der plötzlich eintretende, intervallartig wiederkehrende, pulsierende Kopfschmerz – häufig in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Frösteln sowie extremer Lärm- und Lichtempfindlichkeit – ist eine enorme physische wie psychische Belastung für diese Menschen. Die Schmerzen sind häufig so stark, dass sie einen normalen Alltag unmöglich machen. Eine große amerikanische Studie des „Headache Center of Atlanta“ ergab, dass Stress die meisten Migräneattacken verursacht. Zudem können Hormonschwankungen, Wetterwechsel, ein unregelmäßiger Schlafrhythmus und Medikamente sowie starke körperliche und psychische Belastungen für einen Migräneausbruch verantwortlich sein. Besonders Frauen leiden häufig an Migräne. Die meisten Migräniker ereilt eine Attacke ein- bis zweimal im Monat. Wenn die Kopfschmerzen samt unangenehmen Begleiterscheinungen über einen Zeitraum von drei Monaten an mehr als 15 Tagen pro Monat auftreten, spricht man von einer chronischen Migräne.
Obwohl die chronische Krankheit in aller Munde ist, wissen die wenigsten, was sie gegen diese Schmerzen tun können. Nach Untersuchungen der Schmerzklinik Kiel wechseln Migränepatienten rund acht Mal im Jahr den Arzt in der Hoffnung auf dauerhafte Linderung. Sie lassen sich die Zähne ziehen, die Halswirbelsäule einrenken oder neue Brillen verschreiben – der Schmerz bleibt.
Aber auch Ärzte können die Krankheitsursachen nur dann erkennen und wirksam therapieren, wenn sie über Häufigkeit, Intensität und Auslöser der Schmerzen informiert werden.
Diese Daten zusammenzutragen erfordert viel Mühe und Geduld – von Arzt und Patient. Bei ihrer Erhebung und Auswertung haben sich in der Migränebehandlung zwei Werkzeuge bewährt:
- Kopfschmerzfragebogen (73 KB)
Der Kopfschmerzfragebogen dient der Erkennung spezifischer Merkmale der Schmerzerkrankung. - Migränetagebuch (63 KB)
Das Migränetagebuch hilft bei der Identifizierung möglicher Schmerzauslöser (Trigger), dokumentiert Anfallhäufigkeit und -intensität sowie die Medikation.
Migräne ist nicht heilbar. Doch mit Hilfe von Fragebogen und Tagebuch können wirksame Maßnahmen zur Linderung der Symptome gefunden werden.
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