Darmkrebs (Kolonkarzinom)
Definition
Der Darm wird in Dünndarm, Dickdarm und Analbereich unterteilt. Der Dickdarm lässt sich noch weiter in Blinddarm (Caecum), Grimmdarm (Kolon) und Mast- oder Enddarm (Rektum) aufteilen. Grundsätzlich kann Darmkrebs in jedem Darmabschnitt entstehen; bösartige Tumoren entwickeln sich dabei hauptsächlich aus der Darmschleimhaut.
Hinsichtlich ihrer Häufigkeit, der Behandlung und der Prognose unterscheiden sich die Darmkrebs-Erkrankungen in den genannten Regionen zum Teil erheblich voneinander. Tumoren im Dünndarm sind außerordentlich selten, während Tumore des Dickdarms (Kolonkarzinome) und des Mastdarms/Enddarms (Rektumkarzinome, gemeinsam kolorektale Karzinome genannt) zu den häufigeren Formen von Darmkrebs zählen. Krebsgeschwüre im Analbereich machen nur etwa zwei Prozent aller bösartigen Darmgeschwulste aus.
Häufigkeit
Die Zahl der jährlichen Darmkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland wird für Männer und Frauen jeweils auf etwas über 35.000 geschätzt. Vor dem 40. Lebensjahr ist Darmkrebs selten, im höheren Alter steigt das Erkrankungsrisiko an.
Während in den westlichen Industrieländern Darmkrebs eher häufig ist, tritt er in Schwellen- und Entwicklungsländern nur selten auf. Darmkrebs (Kolonkarzinom) ist nach Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) die zweithäufigste Krebserkrankung.
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