09.07.2011
Nur jeder zehnte wird richtig behandelt
Köln – Die gute Nachricht lautet: Depressionen sind gut behandelbar, die schlechte: zu wenige wissen es. Nur einer von zehn Betroffenen bekommt die Behandlung, die er braucht. Dabei mangelt es weniger an den Therapiemöglichkeiten, als an deren Ausnutzung. Ein Grund: Betroffenen fehlt die Hoffnung auf Besserung und der Antrieb, sich professionelle Hilfe zu holen. Zusammen mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe haben die Gesundheitsexperten von der Central Krankenversicherung jetzt ein neues Konzept entwickelt, das Versicherte mit depressiven Beschwerden unterstützt, die für sie richtigen Behandlungs- möglichkeiten zu finden und konsequent zu nutzen. Wichtiges Element: eine individuelle telefonische Beratung und Vernetzung mit Ansprechpartnern vor Ort.
Depressionen sind in der Öffentlichkeit immer noch stigmatisiert, obwohl in Deutschland schätzungsweise vier Millionen Menschen darunter leiden. „Wir erleben leider immer wieder, wie wenig Betroffene über ihre Erkrankung wissen. Sie halten die Depression für persönliches Versagen und nicht für eine Krankheit wie Diabetes, die wirksam behandelt werden kann. Sie glauben, es alleine schaffen zu müssen“, sagt Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.
An diesem Punkt setzt das Betreuungsprogramm „Leben im Gleichgewicht – Schritt für Schritt mehr Lebensqualität“ der Central an, welches zusammen mit der Deutschen Depressionshilfe entwickelt wurde. Der Patient mit depressiven Beschwerden wird nicht allein gelassen, sondern durch individuelle telefonische Beratungsgespräche motiviert, die für ihn richtige Behandlung zu finden. Dabei wird wichtige, informative Aufklärungsarbeit über die Krankheit an sich und über mögliche individuelle Therapieschritte geleistet. Das Besondere: In Zusammenarbeit mit dem in 60 Städten vernetzten Deutschen Bündnis gegen Depression werden die Betroffenen kompetent beraten, wo und wie sie möglichst schnell wohnortnahe professionelle Hilfe erhalten.
Ziel des telemedizinischen Konzepts ist auch, jene Patienten aufzufangen, die nach ihrem Klinikaufenthalt auf einen ambulanten Therapieplatz warten. Ist die Wartezeit zu lang, kommt es oft zu einem Rückfall, der wieder im Krankenhaus endet. Dieser Kreislauf – auch Drehtüreffekt genannt – kann mit Hilfe einer kontinuierlichen und individuellen Beratung verhindert werden.
Weiterführende Informationen zum Thema Depression finden Sie unter www.deutsche-depressionshilfe.de sowie zum Betreuungsprogramm unter www.central.de.
Ihr Ansprechpartner
Central Krankenversicherung
Ronald Voigt
Tel.: 0221 1636 2936
Fax: 0221 1636 223
E-Mail: ronald.voigt@central.de
http://www.central.de
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