Hornissenstiche sind besonders schmerzhaft. Allerdings stechen Hornissen nicht so schnell zu wie Bienen oder Wespen. Denn die 2,5 Zentimeter großen Insekten greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.

Wie viele Hornissenstiche sind gefährlich?

Drei Hornissenstiche reichen nicht aus, um einen gesunden Menschen umzubringen. Denn ein Hornissenstich ist per se nicht gefährlicher als jeder andere Insektenstich. Eine Ratte überlebt beispielsweise bis zu 60 Stiche. Ein Erwachsener müsste sich mit einem Hornissenvolk anlegen und mehrere hundertmal gestochen werden, bevor es für ihn gefährlich wird. Denn das Gift der Hornisse ist von der Intensität vergleichbar mit dem Gift der Wespe. Zum Vergleich: Bienengift ist etwa 3,6 Mal so stark wie Hornissengift. Die heftigen Schmerzen erzeugen der 3,5 Millimeter lange Stachel und das Acetylcholin, das die Hornissen beim Stechen absondern.

Hornissenstich: Aufpassen bei Insektengiftallergie

Gefährlich sind Hornissenstiche für Sie erst, wenn Sie eine Insektengiftallergie haben. Aber selbst dann ist ein Hornissenstich nicht dramatischer als jeder normale Wespen- oder Bienenstich. Allergiker sollten immer ein Notfallset in greifbarer Nähe haben.

Folgende Symptome können bei einer Insektengiftallergie innerhalb von Minuten auftreten:

  • Rötungen an der Einstichstelle
  • starke Schwellung an der Einstichstelle
  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Nesselsucht
  • tränende Augen
  • Übelkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Schwindel

Hornissenstich – wie behandeln?

Ein Hornissenstich brennt höllisch. In der Regel rötet sich die Haut rund um die Einstichstelle, schwillt an und wird heiß. Hinzu kommt ein Juckreiz, der einige Tage anhält. Erfahrungsgemäß klingen die Symptome innerhalb weniger Tage ab.

So können Sie den Stich einer Hornisse behandeln:

  • Ruhe bewahren.
  • Bei allergischen Symptomen rufen Sie sofort den Notarzt (Rufnummer 112).
  • Wenn Sie im Mund- oder Rachenbereich gestochen wurden, konsultieren Sie einen Arzt. Dieser stellt sicher, dass der Stich nicht Ihre Atemwege blockiert. Als Sofortmaßnahme lutschen Sie einen Eiswürfel!
  • Kühlen Sie die Einstichstelle mit einem Eiswürfel, einer Kältekompresse oder einem kühlenden Gel aus der Apotheke.
  • Bewährte Hausmittel gegen Juckreiz und zur Reduzierung der Schwellung sind essigsaure Tonerde und Quarkwickel.
  • Eine Anti-Histamin-Salbe verringert die Schwellung.