Da die Aufwendungen für Versicherungsleistungen (Behandlungs- und Medikamentenkosten) mit zunehmendem Alter immer größer werden, treffen private Krankenversicherer frühzeitig Vorsorge für diesen Zustand – sie bilden so genannte Alterungsrückstellungen.

Das Prinzip der Alterungsrückstellungen: Die für einen Versicherten zu erwartenden Aufwendungen für die Versicherungsleistungen steigen mit zunehmendem Alter des Versicherten. Der für Leistungen tatsächlich erforderliche Beitrag liegt in jüngeren Jahren niedriger als der vom Versicherten tatsächlich zu zahlende Beitrag. Der tatsächlich zu zahlende Beitrag bleibt über die gesamte Vertragsdauer konstant und enthält in jüngeren Jahren einen höheren Sparanteil. Diesen Sparanteil legen wir für Sie an und verzinsen ihn. Im Laufe Ihrer Versicherungszeit wird der Sparanteil dann auf Ihren Beitrag angerechnet. Obwohl die Aufwendungen für Versicherungsleistungen mit dem Alter deutlich steigen, ist Ihr Beitrag im Alter deshalb deutlich niedriger als erforderlich.

Ambulante Heilbehandlung ist alles, was nicht dauerhaft im Krankenhaus und nicht beim Zahnarzt stattfindet. Ambulante Heilbehandlungen umfassen Untersuchungen, Beratungen und weitere Sonderleistungen. Dazu gehören zum Beispiel diagnostische Maßnahmen, Injektionen oder Laboruntersuchungen.

Können Sie Ihren der privaten Krankenversicherungsschutz vorübergehend nicht aufrechterhalten, sollten Sie sich die Vorteile Ihres Vertrages sichern. Eine Beendigung des Versicherungsverhältnisses und eine erneute Beantragung zu einem späteren Zeitpunkt sind in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Mit der Kündigung gehen Alterungsrückstellungen verloren. Bei Neuabschluss entstehen erneute Wartezeiten, und man muss sich einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen. Die erneute Gesundheitsprüfung kann dazu führen, dass Sie den gewünschten Versicherungsschutz nicht oder nur zu erschwerten Konditionen wieder erhalten, weil zwischenzeitlich Erkrankungen aufgetreten sind. Außerdem ist der Versicherungsschutz nur zu einem höheren Beitrag abschließbar, weil für einen Neuabschluss das jeweils aktuelle Alter als Eintrittsalter zugrunde gelegt wird.

In dieser Situation ist eine Anwartschaftsversicherung eine gute Lösung. Dabei sichern Sie sich als Versicherungsnehmer das Recht, den Versicherungsschutz nach Ablauf der Anwartschaftsversicherung bzw. Wegfall des Anwartschaftsgrundes zu den bisher vereinbarten Konditionen wieder aufleben zu lassen. Das bedeutet, dass die Versicherung zum Beitrag des ursprünglichen Eintrittsalters fortgeführt wird, keine Wartezeiten zu erfüllen sind und auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet werden kann. Die im Versicherungsvertrag vereinbarten Rechte und Pflichten ruhen während der Anwartschaftsversicherung.

Mögliche Gründe für eine Anwartschaftsversicherung:

  • Krankenversicherungspflicht ohne Befreiungsmöglichkeit
  • Anspruch auf Familienhilfe
  • Anspruch auf freie Heilfürsorge
  • Längerer Auslandaufenthalt
  • Arbeitslosigkeit

Ob gesetzlich oder privat versichert: Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen Zuschuss des Arbeitgebers zu ihrer Krankenversicherung. Der Arbeitgeber übernimmt 50 % des allgemeinen Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die GKV fordert seit 01.07.2005 einen zusätzlichen Beitrag von 0,9 %. Für diesen Beitrag muss der Versicherte alleine aufkommen.

Bei privat Versicherten zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Höhe von bis zu 50 % des Beitrags, maximal jedoch die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbeitrages zur GKV. Privat Versicherte zahlen keinen zusätzlichen Beitrag wie in der GKV. Der Arbeitgeberzuschuss bezieht sich somit auf die gesamten Krankenversicherungs-Beiträge.

Der Arbeitgeber leistet den Beitragszuschuss dann, wenn es sich um eine substitutive Krankenversicherung handelt. Außerdem muss das PKV-Unternehmen unter anderem folgende, gesetzlich festgelegte Qualitätsmerkmale erfüllen (§ 257 SGB V):

  • Die Krankenversicherung muss nach Art der Lebensversicherung kalkuliert sein,
  • das PKV-Unternehmen muss einen Basistarif anbieten,
  • die Krankenversicherung muss den überwiegenden Teil der Überschüsse zugunsten der Versicherten verwenden,
  • das PKV-Unternehmen verzichtet auf das ordentliche Kündigungsrecht,
  • die Krankenversicherung darf nicht zusammen mit anderen Sparten betrieben werden (Spartentrennungsprinzip).

Für die entsprechenden Vollversicherungsprodukte der Central sind diese Bedingungen natürlich ausnahmslos erfüllt.

Während Ihres Auslandsaufenthaltes hilft Ihnen in Notfällen der 24-Stunden-Service der Central. Sie erreichen uns unter folgender Telefonnummer: +49 89 55987192

Schutz für privat Versicherte

Privat Versicherte sind grundsätzlich bei ihrem Urlaub im Ausland über ihre Vollversicherung abgesichert. Im central.vario z. B. erstreckt sich der Versicherungsschutz auf Heilbehandlung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sowie der Schweiz. Während der ersten 12 Monate eines vorübergehenden Aufenthalts in einem anderen Land besteht auch ohne besondere Vereinbarung Versicherungsschutz. Muss der Aufenthalt wegen notwendiger Heilbehandlung über 12 Monate hinaus ausgedehnt werden, besteht Versicherungsschutz, solange die versicherte Person die Rückreise nicht ohne Gefährdung ihrer Gesundheit antreten kann.

Schutz für gesetzlich Versicherte

Bei Reisen ins Ausland besteht die Möglichkeit, sich über eine Auslandsreisekrankenversicherung abzusichern. Die Bandbreite reicht von kurzfristigen Urlaubsreisen bis zu unbegrenzten Auslandsaufenthalten. Die Central bietet Auslandsreisekrankenversicherungen für alle Bedürfnisse an. Übrigens auch für Personen mit Wohnsitz im Ausland, die Deutschland für einen befristeten Zeitraum besuchen.

Seit 01.01.2009 gibt es in der privaten Krankenversicheung (PKV) einen Basistarif, der den bisherigen modifizierten Standardtarif der Privatversicherungen ersetzt.

Der Basistarif entspricht in Mindestverweildauer und Leistungsumfang der Regelung in der gesetzlichen Krankenvesicherung (GKV). Der Beitrag zum Basistarif darf den GKV-Höchstbeitrag nicht überschreiten und richtet sich grundsätzlich nur nach dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers. Der Gesundheitsstatus bleibt dabei unberücksichtigt entgegen der bisherigen Verfahrensweise im Bereich der PKV.

Im Basistarif besteht, wie bei der GKV, ein sogenannter Kontrahierungszwang, d. h. eine gesetzliche Verpflichtung der Versicherungsunternehmen, Versicherte aufzunehmen.

Möchten Sie weiter privat versichert bleiben oder sich erstmals privat versichern? In bestimmten Situationen, zum Beispiel bei Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), bei Arbeitslosigkeit oder bei Aufnahme eines Studiums können Sie sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicheung (GKV) befreien lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jährlich wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) mit Wirkung zum Beginn des neuen Jahres festgelegt. Die jährliche Anhebung kann dazu führen, dass die Pflichtgrenze über das individuelle Einkommen steigt. Dadurch entsteht eine Versicherungspflicht in der GKV.

Möchten Sie weiter privat versichert bleiben? Arbeitnehmer, die bisher versicherungsfrei waren und zum Jahreswechsel wegen Erhöhung der JAEG versicherungspflichtig werden, können sich befreien lassen. Damit können Sie die Vorteile einer privaten Krankenversicherung weiter nutzen.

Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Dies gilt solange wie der die Versicherungspflicht auslösende Grund, der zur Befreiung geführt hat, noch andauert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Grundsätzlich unterliegen Personen bei Eintritt von Arbeitslosigkeit der Versicherungspflicht in der GKV bzw. der sozialen Pflegepflichtversicherung (SPV), wenn sie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe oder Unterhaltsgeld von der Bundesanstalt für Arbeit beziehen.

Privatversicherte können sich jedoch von der Versicherungspflicht in der GKV bzw. SPV befreien lassen und demnach ihre private Krankenversicherung (PKV) bzw. private Pflegepflichtversicherung (PPV) fortführen. Voraussetzung dafür ist, dass sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Arbeitslosigkeit privat versichert waren und dass für sie weiterhin privater Versicherungsschutz besteht, dessen Art und Umfang den Leistungen der GKV entspricht. Die Befreiung ist innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit bei der Krankenkasse zu beantragen.

Für die Dauer des Bezuges der o. g. Leistungen von der Bundesanstalt für Arbeit werden auf Antrag die Beiträge zur PKV bzw. PPV zu 100 Prozent durch die Bundesanstalt für Arbeit übernommen – jedoch begrenzt auf die Höhe der Beiträge, die von dieser bei Versicherungspflicht für die GKV bzw. SPV zu tragen wären. Übersteigen die Beiträge zur PKV bzw. PPV den maximalen Zahlbetrag der Bundesanstalt für Arbeit, wird die Differenz dem Versicherungsnehmer in Rechnung gestellt. Dieser Zuschuss der Bundesanstalt für Arbeit wird übrigens nicht gezahlt, wenn es in der Bedarfsgemeinschaft bereits ein krankenversicherungspflichtiges Mitglied gibt, über das eine Familienversicherung erfolgen kann.

Wenn eine Befreiung von der Versicherungspflicht nicht möglich ist, ist die Fortführung des Versicherungsschutzes als Anwartschaftsversicherung zu empfehlen.

Als Student an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule können Sie grundsätzlich zwischen privater Krankenversicherung (PKV) und GKV wählen.

Die Einschreibung als Student löst in der Regel eine Versicherungspflicht in der GKV aus. Möchten Sie eine private Krankenversicherung abschließen oder beibehalten, können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Damit können Sie die Vorteile einer privaten Krankenversicherung (weiter) nutzen. Für Studenten bieten wir spezielle Ausbildungstarife.

Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Dies gilt so lange wie der die Versicherungspflicht auslösende Grund, der zur Befreiung geführt hat, noch andauert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mit der Neuregelung des Zahnersatzes wurden zum 1. Januar 2005 befundorientierte Festzuschüsse eingeführt. Das bedeutet: Was eine Kasse beisteuert, orientiert sich am zahnärztlichen Befund – und nicht an der Behandlungsmethode. Die Patienten können sich entscheiden zwischen der Regelbehandlung und hochwertigen Therapien. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt auch bei aufwändigen und erheblich teureren Behandlungsmethoden nur die Kosten, die für eine Regelbehandlung notwendig sind. Diese Leistung kann um bis zu 30 % erhöht werden (§ 55 Abs.1SGB V), wenn der Versicherte regelmäßig einen Zahnarzt aufsucht.

Die Central bietet Ihnen einen hochwertigen Ergänzungsschutz. Der Tarif central.prodent erstattet die Kosten für Zahnersatz, Zahnkronen und Inlays zusammen mit der Leistung der GKV bis zu 90 % des Rechnungsbetrages (summenmäßige Begrenzung in den ersten sechs Jahren nach Versicherungsbeginn).

Ihr Beitrag zur PKV ist unabhängig von Ihrem Einkommen. Sie bestimmen selbst den Umfang an Leistungen, der Ihren Wünschen und Anforderungen am meisten gerecht wird. Zudem hängt Ihr persönlicher Beitrag von Ihrem Eintrittsalter und Ihrem Gesundheitszustand ab.

Wichtig für Sie: Die Leistungen bei der Central sind vertraglich garantiert. Sie können nicht von unserer Seite aus gekürzt werden ganz anders, als das bei gesetzlichen Krankenkassen der Fall ist.

Als Beitragsbemessungsgrenze wird in Deutschland eine Grenzgröße bezeichnet, bis zu der im jeweiligen Sozialversicherungszweig die Beiträge erhoben werden. Es handelt sich um eine Deckelung der Bemessungsgrundlage für den zu entrichtenden Versicherungsbeitrag. Mit Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze bleiben die Beiträge zur jeweiligen Versicherung konstant, auch wenn das tatsächliche Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt. Alle über die Beitragsbemessungsgrenze hinausgehenden Einkünfte bleiben sozialversicherungsfrei. Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht mit der Versicherungspflichtgrenze/JAEG zu verwechseln, ab der die Beitragspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entfällt.

Das Älterwerden an sich führt nicht zu einer Erhöhung der Beiträge. Aber die Beiträge können angepasst werden, wenn die Ausgaben steigen: zum Beispiel durch neue Therapie- und Behandlungs-Möglichkeiten. Denn der medizinische Fortschritt führt zu höheren Kosten. Zudem führt die steigende Lebenserwartung dazu, dass Behandlungskosten über einen längeren Zeitraum anfallen.

Ihr Beitrag bei der Central ist von Anfang an so kalkuliert, dass er auch im Alter bezahlbar bleibt.

Mit einem Teil Ihrer PKV-Beiträge sorgen wir heute schon für Ihr Alter vor: Zu Beginn Ihrer Versicherung enthält Ihr Beitrag einen Sparanteil. Diesen legen wir an und verzinsen ihn in den so genannten Alterungs-Rückstellungen (AR). Seit dem Jahr 2000 ist außerdem ein gesetzlich festgelegter Zuschlag (GZA) in Höhe von 10 % zu zahlen. Sowohl die AR als auch der gesetzlich festgelegte Zuschlag werden für die teilweise Deckung der Kosten im Alter verwendet.

Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung ist eine freiwillige Leistung des Versicherungsunternehmens. Die Central legt jedes Jahr neu fest, ob und unter welchen Voraussetzungen eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung gewährt wird. In manchen Vollversicherungstarifen der Central ist eine Beitragsrückerstattung bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen durch den Versicherten vertraglich vereinbart (sog. Pauschalleistung).

Bei der Central berechnet sich das Eintrittsalter für die Krankenversicherung nach dem tatsächlichen Alter zu Beginn der Versicherung. In der Pflegeversicherung gilt die Formel: Jahr des Versicherungsbeginns minus Geburtsjahr.

Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten rechnen nach folgenden amtlichen Gebührenordnungen ab:

  • GOÄ Gebührenordnung für Ärzte
  • GOZ Gebührenordnung für Zahnärzte
  • GOP Gebührenordnung für Psychotherapeuten

Heilpraktiker orientieren sich an einem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker: GebüH. Ärzte und Zahnärzte müssen bei Privatpatienten nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bzw. Zahnärzte (GOZ) abrechnen. Diese Gebührenordnungen sehen bestimmte Grundbeträge und Steigerungsfaktoren vor. Das 1- bis 3,5fache des Einfachsatzes gilt dabei als Gebührenrahmen für persönlich-ärztliche Leistungen (Regelsatz 2,3fach). Für medizinisch-technische ärztliche Leistungen gilt das 1- bis 2,5fache des Gebührensatzes (Regelsatz 1,8fach). Ein Arzt oder Zahnarzt darf in der Regel nur bis zu den Regelsätzen abrechnen. Bis zum Gebührenrahmen nur dann, wenn die Behandlung besonders aufwändig war und dies schriftlich begründet wird.

Behandler können mit ihren Patienten ein Honorar vereinbaren, das von den o. g. Gebührensätzen abweicht. Dieses muss vor Beginn der Behandlung über eine rechtsgültige Honorarvereinbarung geregelt werden. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Tarife eine Erstattung über den Höchstsätzen vorsehen. In diesen Fällen würde auch eine wirksame Honorarvereinbarung nicht zu einer Erstattung führen.

In der privaten Krankheitskostenvollversicherung ist laut Gesetz für Personen im Alter zwischen 21 und 60 Jahren ein Zuschlag von 10% des Bruttobeitrages zu erheben. Davon sind Tagegeld-, Anwartschafts- und Ausbildungstarife sowie Pflegeversicherungen ausgenommen.

Dieser Beitragszuschlag dient dazu, Beitragsanpassungen ab dem 65. Lebensjahr auszugleichen. Mit der Vollendung des 80. Lebensjahres findet dann eine Beitragssenkung aus ggf. noch vorhandenen Mitteln statt.

Der Tarifbeitrag der privaten Krankenversicherung (PKV) wird grundsätzlich nach folgenden Faktoren berechnet: Alter und entsprechende Tarifmerkmale. Entscheidend für den individuellen Beitrag ist der Gesundheitszustand bei Eintritt in die private Krankenversicherung. Hier können Risikozuschläge für Vorerkrankungen vereinbart werden. Vorerkrankungen können auch zur Ablehnung des Antrages führen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es in bestimmten Fällen einen sogenannten Kontrahierungszwang gibt. Das bedeutet: Die private Krankenversicherung muss den Kunden unabhängig von der Vorerkrankung annehmen. Hierunter fallen insbesondere Personen bei der ersten Verbeamtung. Hier ist der Risikozuschlag in der Regel auf höchstens 30 % beschränkt.

Die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen ist von enormer Bedeutung. Denn stellt sich im Nachhinein heraus, dass Fragen nicht richtig beantwortet wurden, kann dies für den Versicherungsnehmer z. B. den Verlust des Versicherungsschutzes zur Folge haben.

Zu den Heilmitteln zählen zum Beispiel Krankengymnastik, Bewegungsübungen, Kälte- und Wärmebehandlungen oder Massagen. Alle erstattungsfähigen Heilmittel sind in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unter Abschnitt E "Physikalisch-medizinische Leistungen" aufgeführt.

Wichtig: Die Kosten werden nur übernommen, wenn die Heilmittel von einem Arzt verordnet sind und die Leistungen von einem Physiotherapeuten erbracht werden.

Heilpraktiker ist eine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung für Personen, die nach dem deutschen Heilpraktikergesetz von 1939 in der jeweils geltenden Fassung eine staatliche Erlaubnis besitzen, die Heilkunde auszuüben, ohne über eine ärztliche Approbation zu verfügen. In anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU) dürfen Heilpraktiker nicht praktizieren.

Heilpraktiker orientieren ihre Behandlungsmethoden an:

  • Naturheilkunde
  • fernöstlichen Techniken (Akupunktur)
  • Homöopathie (Behandlung mit hoch verdünnten Arzneimitteln)

Im Rahmen der Therapiefreiheit kann ein Heilpraktiker grundsätzlich die Behandlungen durchführen, die er beherrscht. Hierzu gehören bioenergetische Verfahren, heilmagnetische Behandlungen, physikalische Anwendungen (Atemtherapie, Massagen, Einreibungen usw.), Akupunktur, Injektionen, Infiltrationen und Infusionen, Hautableitungsverfahren, Gelenk- und Wirbelsäulenbehandlungen, Osteopathie sowie Hydro- und Elektrotherapie.

Zu den Hilfsmitteln gehören zum Beispiel Schuheinlagen, orthopädische Schuhe, Krücken, Hörgeräte, Sauerstoffgeräte oder Rollstühle. Einige Hilfsmittel werden gekauft; dafür zahlt die Central die Anschaffungskosten. Andere Hilfsmittel stellt die Central im Rahmen ihres Hilfsmittelmanagements zur Verfügung. Hilfsmittel, die der allgemeinen Lebensführung dienen, z. B. Wärmflaschen oder Fieberthermometer, werden nicht erstattet.

In der Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte (§ 5 GOÄ/GOZ) ist der Gebührenrahmen (1-3,5-facher Satz) festgelegt, in dem Ärzte und Zahnärzte ohne Honorarvereinbarung liquidieren können.

Eine von der vorgesehenen Gebührenhöhe abweichende Vereinbarung, insbesondere eine Überschreitung des Höchstsatzes (3,5-fach Satz) kann durch eine Honorarvereinbarung zwischen dem Arzt/Zahnarzt und dem Zahlungspflichtigen ausgehandelt werden (§ 2 GOÄ/GOZ). Die Honorarvereinbarung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und ist lediglich für persönlich erbrachte ärztliche Leistungen möglich.

Die Erstattung höchstsatzüberschreitender Honorare ist bei der Central tarifabhängig.

Inlays sind Einlagefüllungen. Sie können nach dem Entfernen von Karies oder zum Verschluss von Zahndefekten anstatt anderer Füllungen zum Schutz des Zahnes eingesetzt werden. Sie benötigen ein bestimmtes Beschleifen des Zahnes und werden anhand eines durch Abformung erstellten Modells im Labor passgerecht gefertigt. Inlays sind länger haltbar und können im Kaurelief akkurater eingestellt werden als plastische Füllungen. Sie können aus Metall, hochgoldartigen Legierungen, Keramik oder Kunststoff bestehen.

Was ist die JAEG?

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird auch Versicherungspflichtgrenze genannt. Die JAEG legt fest, ob Sie gesetzlich versichert sein müssen oder sich privat versichern können.

Sind Sie angestellter Arbeitnehmer und Ihr Einkommen liegt oberhalb der JAEG, können Sie sich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung (PKV) entscheiden. Sie gelten als versicherungsfrei und sind somit nicht mehr versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Liegt Ihr Einkommen unter der JAEG, müssen Sie sich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern.

Die JAEG ist nicht mit der so genannten Beitragsbemessungsgrenze zu verwechseln. Darunter versteht man den Betrag, bis zu dem Arbeitsentgelt und Rente eines gesetzlich Versicherten für die Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen werden. Der Teil des Einkommens, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, bleibt für die Beitragsberechnung außer Betracht.

Wie hoch ist die JAEG?

Die JAEG wird jedes Jahr durch das Bundeskabinett neu festgelegt. Seit dem 1. Januar 2003 bestehen zwei unterschiedliche JAEGen:

1. Allgemeine JAEG:
2018 = 59.400,- Euro jährlich/4.950,- Euro monatlich (2017 = 57.600,- Euro/4.800,- Euro)

2. Besondere JAEG:
2018 = 53.100,- Euro jährlich/4.425,- Euro monatlich (2017 = 52.200,- Euro/4.350,- Euro)

Die “besondere JAEG“ gilt nur für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 wegen Überschreitens der damals gültigen JAEG versicherungsfrei waren und zu diesem Zeitpunkt bereits in einer privaten Krankheitskostenvollversicherung versichert waren.

Woher wissen Sie, ob Ihr Einkommen oberhalb der JAEG liegt?

Ihr regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen muss die JAEG mindestens erreichen. Neben dem monatlichen Bruttogehalt zählen auch regelmäßige Zahlungen wie etwa ein tarifvertraglich garantiertes Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zu den im Rahmen der JAEG anrechenbaren Einkommensbestandteilen.

Wie berechnet sich das für die JAEG relevante Einkommen?

Für die Prüfung, ob die JAEG erreicht ist oder nicht, ist das Jahresarbeitsentgelt zu ermitteln. Darunter versteht man die voraussichtlichen Jahreseinkünfte aus der Beschäftigung. Diese berechnen sich wie folgt:

Voraussichtliche Brutto-Jahreseinkünfte aus der Beschäftigung
- Einnahmen, die kein Arbeitsentgelt sind (z.B. lohnsteuerfreie Zuwendungen wie Fahrtkostenerstattungen)
- Einnahmen, die unregelmäßig gezahlt werden (regelmäßig = mindestens einmal im Jahr)
- Familienzuschläge (z. B. Kinder- und Verheiratetenzuschläge)
= regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt

Was passiert, wenn Ihr Einkommen unter die JAEG sinkt?

Wenn sich Ihr Jahreseinkommen im Laufe des Jahres reduziert, beispielsweise durch einen Wechsel des Arbeitgebers, und dadurch Ihr Jahreseinkommen nicht mehr oberhalb der JAEG liegt, tritt bereits zum Zeitpunkt des Unterschreitens – und nicht erst mit Beginn des folgenden Jahres – Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein.

Möchten Sie weiter privat versichert bleiben? In bestimmten Situationen, zum Beispiel bei Erhöhung der JAEG, bei Arbeitslosigkeit oder bei Aufnahme eines Studiums, können Sie sich von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen.

Wann können Sie als gesetzlich Krankenversicherter in die private Vollkostenversicherung der Central wechseln?

Ihr regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen muss die jeweilige JAEG mindestens erreichen.

Wenn Sie während eines bestehenden Beschäftigungsverhältnisses mit einer Steigerung Ihres Jahreseinkommens rechnen, so dass Sie die JAEG überschreiten werden, gelten Sie mit Ablauf des aktuellen Kalenderjahres als versicherungsfrei und können zum nächsten 1. Januar zur Central wechseln. Voraussetzung dafür ist, dass auch Ihr ab dem 1. Januar zu erwartendes Jahreseinkommen oberhalb der JAEG liegt.

Übersteigt Ihr Jahreseinkommen bereits seit mehr als einem Jahr die JAEG, aber Sie sind noch gesetzlich versichert? Dann gelten Sie als “freiwillig gesetzlich versichert“ und können jederzeit in die private Vollversicherung wechseln. Lediglich die Kündigungsfristen bei Ihrer Krankenkasse sind einzuhalten.
Übrigens: Selbstständige können jederzeit in die PKV wechseln – unabhängig von ihrem Einkommen.

Weitere Wechselmöglichkeiten unabhängig vom Einkommen bestehen bei Aufnahme eines Studiums, der Aufnahme einer Tätigkeit als Beamtenanwärter und für Beamte.

Für die Voll- und Zusatzversicherung gilt: Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicheung (PKV) ohne Wartezeiten und Risikoprüfung unmittelbar nach der Geburt unter folgenden Voraussetzungen:

  • Am Tage der Geburt muss ein Elternteil mindestens drei Monate bei der PKV krankenversichert sein,
  • die Anmeldung zur Versicherung muss spätestens zwei Monate nach der Geburt rückwirkend zum Ersten des Geburtsmonats erfolgen (bei den meisten Krankenversicherungen ist der taggenaue Beginn am Geburtstag möglich),
  • der Versicherungsschutz des Neugeborenen darf nicht höher oder umfassender sein als der des bereits versicherten Elternteils.

Der Geburt eines Kindes steht die Adoption gleich sofern das Kind zum Zeitpunkt der Adoption noch minderjährig ist. Mit Rücksicht auf ein erhöhtes Risiko kann ein Risikozuschlag bis zur einfachen Beitragshöhe vereinbart werden.

Mit einer Krankentagegeldversicherung sichern Sie sich gegen den Verdienstausfall als Folge von Krankheiten oder Unfällen ab. Voraussetzung: Die Krankheiten/Unfälle verursachen eine Arbeitsunfähigkeit. Das Krankentagegeld soll in erster Linie Ihren Verdienstausfall ersetzen. Unter anderem dient es auch dazu, die Beitragszahlungen an die Krankenversicherung und für die Altersvorsorge abzudecken. Das versicherte Krankentagegeld wird nach Ablauf der vereinbarten Karenzzeit (bei Arbeitnehmern nach sechs Wochen bzw. 42 Tagen; bei Selbstständigen und freiberuflich Tätigen auch mit kürzerer Karenzzeit wählbar) gezahlt solange eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen vorliegt.

Privat Krankenversicherte können ihren gesamten Verdienstausfall absichern. Dabei darf das Krankentagegeld das Nettoeinkommen aus der beruflichen Tätigkeit nicht überschreiten. Maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst der letzten zwölf Monate bevor der Antrag gestellt wurde bzw. bevor die Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.

Wann können Sie Ihre Mitgliedschaft in der GKV kündigen?

Freiwillig versicherte Arbeitnehmer:

Wer mit seinem Bruttogehalt über der aktuellen Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) und über der voraussichtlichen JAEG des Folgejahres liegt, kann sich privat versichern.

Beamte:

Beamte können, wie freiwillig versicherte Arbeitnehmer, ihre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicheung (GKV) zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Übrigens ist die private Krankenversicheung (PKV) für Beamte besonders günstig. Denn in der PKV zahlen Beamte nur den Beitrag für die Leistungen, die die Beihilfe nicht abdeckt. In der GKV hingegen müssen Beamte den vollen Beitrag zahlen, obwohl sie durchschnittlich nur 20 bis 50 Prozent der Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen.

Selbstständige und Freiberufler:

Sie können jederzeit zum Ende des übernächsten Monats kündigen, wenn Sie in die PKV wechseln wollen.

Studenten:

Die Versicherungspflicht in der GKV endet für Studenten mit Beendigung des Studiums, spätestens jedoch mit Ablauf des 14. Fachsemesters oder mit Ablauf des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird, wenn Sie als Student nicht familienversichert sind.

Bei der plastischen Füllung wird das Material in der Zahnarztpraxis direkt in den präparierten Zahn gegeben. Diese Leistung wird aufgrund der Arbeitstechnik oft analog den GOZ-Ziffern für die Inlays abgerechnet. Kosten eines Dentallabors fallen hier nicht an.

Kunden, die ab dem 1. Januar 2009 eine private Vollversicherung abgeschlossen haben, können im Falle eines Wechsels zu einem anderen privaten Krankenversicherer einen Teil ihrer Alterungsrückstellungen (d.h. die aus den gezahlten Beiträgen gebildeten Rücklagen, die zur Abdeckung steigender Kosten im Alter dienen) mitnehmen. Mitnahmefähig ist maximal der Teil, der sich ergibt, wenn der Versicherte fiktiv von Beginn an im Basistarif versichert gewesen wäre.

Mit dem Primärarztprinzip ist Ihr Hausarzt (oder ein anderer Primärarzt)  im Krankheitsfall Ihr erster Ansprechpartner und koordiniert jede Behandlung.

Das Primärarztprinzip gilt nur im ambulanten Bereich. Die Rechnungen Ihrer Primärärzte werden zu 100 Prozent erstattet. Auch die Rechnungen eines Facharztes erstatten wir zu 100 Prozent, wenn Sie der Central die Überweisung Ihres Primärarztes vorlegen. Lassen Sie sich ohne Überweisung von einem Facharzt behandeln, erstatten wir Ihre Rechnungen zu 80 Prozent.

Die Überweisung des Primärarztes gilt übrigens bis zum Abschluss der Behandlung, höchstens jedoch 6 Monate. Bei einer länger andauernden Behandlung ist nach 6 Monaten eine erneute Überweisung notwendig.

Was passiert, wenn Sie von einem Facharzt weiter überwiesen werden?

Beispiel 1: Ihr Hausarzt überweist Sie zum Orthopäden. Ihr Orthopäde überweist Sie zu einem Radiologen. Wir erstatten beide Rechnungen zu 100 %.
Beispiel 2: Sie suchen einen Orthopäden auf ohne eine Überweisung Ihres Primärarztes.
Der Orthopäde überweist Sie an einen Radiologen. Wir erstatten beide Rechnungen zu 80 %.

Welche Ärzte gehören zu den Primärärzten?

  • Praktische Ärzte ohne Facharztbezeichnung
  • Fachärzte für Allgemeinmedizin, soweit sie keine weitere Facharztbezeichnung führen
  • Frauenärzte
  • Kinderärzte
  • Augenärzte
  • Not- und Bereitschaftsärzte
  • Internisten gehören nicht zu den Primärärzten. Im Einzelfall können anderweitige schriftliche Vereinbarungen mit der Central getroffen werden.

Ist bei einem Antragssteller ein überdurchschnittlich hohes Gesundheitsrisiko erkennbar (z. B. durch eine Vorerkrankung)? Dann kann ein Risikozuschlag vereinbart werden, der dieses erhöhte Risiko ausgleicht.

In der Regel wird der Risikozuschlag für die gesamte Versicherungszeit vereinbart. Besteht die Möglichkeit, dass die Gründe für den Risikozuschlag sich im Laufe der Zeit günstig entwickeln oder gar ganz wegfallen? Dann kann ein zeitlich befristeter Risikozuschlag vereinbart werden oder nach einer bestimmten Vertragslaufzeit eine erneute Risikoprüfung unternommen werden.

Bei der Selbstbeteiligung handelt es sich um einen vereinbarten Selbstbehalt, bis zu dessen Höhe der Versicherte die Kosten selbst trägt. Die Selbstbeteiligung wird nach festen Beträgen oder nach Prozentsätzen angeboten. Je höher der Selbstbehalt ist, desto niedriger ist der zu zahlende Beitrag. Versicherungsnehmer können also durch die Höhe der SB Einfluss auf die zu zahlende Prämie nehmen und so ihren Versicherungsschutz ihren persönlichen finanziellen Verhältnissen anpassen.

Reicht ein Kunde mit Selbstbeteiligung eine Rechnung ein, die geringer ist als die Selbstbeteiligung, wird der komplette Erstattungsbetrag mit der offenen Selbstbeteiligung verrechnet. Das bedeutet: Reicht ein Kunde eine Rechnung über 200 EUR ein, hat aber eine Selbstbeteiligung von 300 EUR, erhält er keine Auszahlung. Bei der nächsten Abrechnung wird dann der offene Restbetrag einbehalten.

Eine substitutive Krankenversicherung ist eine Krankenversicherung, die ganz oder teilweise den Versicherungsumfang der GKV gewährt. Die substitutive Krankenversicherung umfasst die Krankheitskostenvollversicherung, die Krankentagegeldversicherung und die Pflegepflichtversicherung.

Seit dem 01.01.2009 gilt auch in der privaten Krankenversicheung (PKV) eine Pflicht zur Versicherung. Demnach müssen sich Personen ohne Krankenversicherungsschutz, die grundsätzlich dem System der PKV zuzuordnen sind, privat versichern.

Für ein PKV-Unternehmen bedeutet die Versicherungspflicht, dass es die oben beschriebene Personengruppe zumindest in den so genannten Basistarif aufnehmen muss. Das Unternehmen darf die Personen im Basistarif nicht auf Grund ihres Gesundheitszustandes oder etwaiger Vorerkrankungen ablehnen.

Wer nach Einführung der Versicherungspflicht zum 1. Januar 2009 noch ohne Krankenversicherung ist, muss bei einem späteren Vertragsabschluss mit Säumnis- und Prämienzuschlägen rechnen.

Das Gesetz (§ 5 SGB V) regelt, welche Personen in der GKV versicherungspflichtig sind. Danach unterliegen grundsätzlich der Versicherungspflicht:

  • Arbeiter,
  • Angestellte,*
  • Auszubildende, die in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen,
  • Landwirte,
  • Künstler und Publizisten,
  • Studenten* bis zum 14. Fachsemester bzw. 30. Lebensjahr,
  • Behinderte Menschen,
  • Teilnehmer an berufsfördernden Maßnahmen/Arbeitslose,*
  • unter bestimmten Voraussetzungen auch Rentner.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) gibt an, welche Arbeitnehmer aufgrund ihres Jahreseinkommens versicherungspflichtig in der GKV sind („Einkommensberechnung zur JAEG“). Liegt das regelmäßige Arbeitsentgelt eines Arbeitnehmers unter der JAEG? Dann ist er versicherungspflichtig in der GKV. Im Jahr 2018 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 59.400 EUR. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen: Siehe Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV für Arbeitnehmer, Arbeitslose, Studenten.

Eine Vollversicherung umfasst den Versicherungsschutz für ambulante, stationäre und zahnärztliche Heilbehandlung. Zusätzlich sind eine Krankentagegeld-, evtl. auch eine Krankenhaustagegeldversicherung empfehlenswert, um einen Versicherungsschutz für das gesamte Krankheitsrisiko zu bieten. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicheung (GKV) kann die Vollversicherung in der PKV individuell auf den jeweiligen Bedarf ausgerichtet werden. Die privaten Krankenversicherer haben dafür ein modernes Tarifangebot, welches den Bedürfnissen und Wünschen auch einzelner Berufs- oder Personengruppen - gerecht wird. In den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten liegen die entscheidenden Vorteile gegenüber dem genormten Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicheung (GKV).

Die Central bietet Tarife für alle Zielgruppen der Vollversicherung an: zum Beispiel für Angestellte, Selbstständige, Freiberufler, Mediziner, Studenten usw.

Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung (PKV) zurück in die GKV ist in der Regel ausgeschlossen. Unter folgenden Voraussetzungen kann der privat Krankenversicherte aber dennoch in die GKV zurückkehren:

  • bei Arbeitslosigkeit zum Ende des Monats, in dem er einen Nachweis über die Arbeitslosigkeit erbracht hat,
  • wenn das regelmäßige Einkommen von Arbeitnehmern unter die Jahresarbeitsentgeldgrenze (JAEG) sinkt,
  • wenn Selbstständige in ein Arbeitsverhältnis mit regelmäßigem Einkommen unter der JAEG wechseln,
  • nach Ablauf des Studiums,
  • während einer Umschulung.

Zahnbehandlungen sind allgemeine zahnärztliche, prophylaktische, konservierende und chirurgische Leistungen des Zahnarztes. Weiterhin zählen Leistungen bei der Erkrankung der Mundschleimhaut und des Parodontiums (Zahnhalteapparat) dazu. Beispiele für Maßnahmen, die unter die Kategorie Zahnbehandlung fallen: Plastische Füllungen, z. B. Kunststoff-Füllungen oder Zahnreinigung.

Als Zahnersatz bezeichnet man alle Formen von Materialien zur Wiederherstellung des Gebisses nach Verlust von Zahnteilen, einem oder mehrerer Zähne. Die Gründe dafür können zum Beispiel Karies und Parodontitis sein oder der Zahnverlust durch einen Unfall. Der Zahnersatz soll die Kaufunktion erhalten bzw. wiederherstellen und dient zudem der Ästhetik. Im Vertrag mit der privaten Krankenversicheung (PKV) wird genau bestimmt, wie hoch die Leistungen bei Zahnersatz sind. Sie werden angegeben in Prozent oder in Form von Höchstbeträgen, die sich teils auch nach der Zahl der Versicherungsjahre richten.

Die Prophylaxe besteht aus unterschiedlichen Maßnahmen mit dem Ziel, das Kauorgan gesund zu halten:

  • regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt
  • Mundhygiene
  • gesunde Ernährung

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) erhalten Sie einen Grundschutz. Hohe Zuzahlungen sind oft nicht zu vermeiden. Mit einer Zusatzversicherung können Sie Ihren gesetzlichen GKV-Schutz individuell nach Ihren Bedürfnissen ergänzen.

Eine ambulante Zusatzversicherung schließt gezielt Lücken im gesetzlichen Versicherungsschutz – im Umfang des gewählten privaten Versicherungsschutzes. Der ambulante Bereich umfasst Zahnersatz, Brillen und Kontaktlinsen, Heilbehandlung bei Auslandsreisen, Heilpraktiker-Behandlungen und Kuren.

Die GKV zahlt im Krankenhaus nur die gesetzliche Grundversorgung (Mehrbettzimmer und Stationsarzt). Mit einer stationären Zusatzversicherung können gesetzlich Versicherte – ebenso wie privat Versicherte – so genannte Wahlleistungen der Krankenhäuser in Anspruch nehmen. Dazu zählen die Unterkunft im Ein- bzw. Zweibettzimmer sowie die Behandlung durch Chefärzte. Die Vereinbarung über privatärztliche Leistungen erstreckt sich auf

  • alle an der Behandlung des Patienten beteiligten Chefärzte,
  • alle der von Chefärzten veranlassten Leistungen von Ärzten,
  • alle ärztlich geleiteten Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses.