Gesunde Zähne sind eine schöne Visitenkarte. Die meisten Zahnärzte empfehlen, die Zähne zwei- bis dreimal am Tag für drei Minuten zu putzen. Trotzdem schaffen es die wenigsten, ihre Zähne wirklich gründlich zu reinigen. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte bemängeln die unzureichende Mundhygiene ihrer Patienten.

Faktencheck Zähneputzen

Zähneputzen reinigt die Zähne und reduziert schädlichen Zahnbelag. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten rund ums richtige Timing beim Zähneputzen zusammengefasst.

Zähneputzen – wie oft? Studien belegen, dass Menschen, die mindestens zweimal am Tag die Zähne putzen, weniger Karies bekommen. Vorausgesetzt, sie putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Ob die karieshemmende Wirkung eher mit der Häufigkeit oder der Putzqualität zusammenhängt, ist allerdings offen. Sicher ist: Zu viel und falsches Zähneputzen greift den Zahnschmelz und das Zahnfleisch an.

Zähneputzen – wie lange? Elektrische Zahnbürsten stoppen meist automatisch nach zwei Minuten das Putzprogramm. Experten halten zwei Minuten Putzen mit einer elektrischen oder Handzahnbürste für zu kurz. Sie empfehlen eine Putzdauer von mindestens drei Minuten. In einer Studie reduzierte sich der Zahnbelag nach einminütigem Zähneputzen um 27 Prozent. Bei zweiminütigem Zähneputzen lag die Plaquereduktion bei 41 Prozent.

Zähneputzen – wann ist der richtige Zeitpunkt? Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen ist Zähneputzen ein absolutes Muss. Doch müssen wir auch nach dem Essen Zähne putzen? Nicht immer. Es ist besser, nach dem Verzehr säurehaltiger Nahrungsmittel (zum Beispiel Obst und Fruchtsäfte) mit dem Zähneputzen 30 Minuten zu warten. Denn die Säure greift den Zahnschmelz an. Putzen Sie gleich nach dem Essen, kann das die Zähne schädigen. Dann ist ein zuckerfreier Zahnpflegekaugummi die bessere Wahl, denn der regt die Speichelproduktion an. Und die neutralisiert die Säure. Auch nach dem Verzehr von Süßigkeiten ist Zähneputzen angezeigt.

Zähneputzen – wo? Hilfreich ist eine gute Putz-Systematik, die alle Bereiche im Mund abdeckt. Besonders wirksam ist es, die Zähne innen und außen gründlich zu putzen und die Beläge am Zahnfleischrand zu entfernen.

Zähneputzen – was noch? Zahnärzte raten dazu, etwaige Speisereste in den Zahnzwischenräumen regelmäßig mit Zahnseide oder einer Interdentalbürste zu entfernen. Außerdem ist es wichtig, alle drei Monate die Zahnbürste zu wechseln. Abgenutzte Borsten entfernen weniger Plaque.

Wer putzt am besten? Mit einer Zahnbürste erreichen wir nur 70 Prozent der Zahnflächen. Die besten Ergebnisse erzielt eine professionelle Zahnreinigung. Diese sollten Sie einmal im Jahr durchführen lassen. Sie senkt verlässlich die Zahl schädlicher Keime im Mund und stoppt Entzündungen.

Quellen