Seit der Gründung im Jahre 1913 erfolgreich auf dem deutschen Markt

Die Central Krankenversicherung, die auf eine 100-jährige Geschichte zurück blickt, zählt heute als Unternehmen der Generali Deutschland Gruppe mit über 800 Mitarbeitern, rund 1,7 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und circa 1,7 Millionen Versicherten zu den führenden privaten Krankenversicherungen Deutschlands.

1913 - 1929

Am 1. Oktober gründen Hermann Meyer, Albert Säuberlich, Peter Richrath, Dr. Otto Nelte und Dr. Richard Schliephake mit einem Grundkapital von 100.000 Mark die heute älteste private Krankenversicherung AG, die noch unter ihrem Ursprungsnamen firmiert. Mit 16 Zweigstellen wird der Geschäftsbetrieb am 1. Oktober 1915 aufgenommen. Knapp ein Jahr später beziehen die Mitarbeiter die Räume der Central-Hauptverwaltung am Kölner Hansaring 42 – noch heute Stammsitz des Unternehmens. Zum Ende des Ersten Weltkrieges, nur vier Jahre nach der Gründung, betreut die Central bereits 7.000 Kunden, die zu dieser Zeit unter drei Tarifen wählen können.
1918 wütet die Spanische Grippe in Europa und forderte mehr Menschenleben als der Erste Weltkrieg. Diese schwere Grippeepidemie - zusammen mit dem allgemein schlechten Gesundheitszustand der Versicherten nach Kriegsende - bringt die Central in erhebliche Schwierigkeiten. Binnen eines Jahres hat sie 80 Prozent mehr zu leisten, obwohl ihr Versicherungsbestand nicht einmal um 20 Prozent gestiegen ist. So muss die Central in ihren Anfangsjahren eine harte Bewährungsprobe überstehen.
Mitte der 1920er-Jahre erlebt die Central ihren ersten Boom. Die bürgerlichen Gesellschaftsschichten, die bis dahin die Arztkosten aus eigener Tasche zahlten und auf eine Krankenversicherung verzichtet hatten, verarmten durch die Hyperinflation von 1923 und strömten in die privaten Krankenversicherungen. 1929 werden die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft und die Vereinigte Krankenversicherung Großaktionäre der Central.

1930er Jahre

Zu Geschäftsbeginn wird die Genehmigung für den Versicherungsbetrieb nur für das Land Preußen erteilt. 1936 erhält die Central die Erlaubnis zur Erweiterung auf das gesamte Deutsche Reich. Drei Jahre später ist der Kundenstamm der Central auf 150.000 Versicherte gewachsen.
Doch in dieser Zeit können Vorstand und Mitarbeiter die Geschicke der Central nur bedingt selbst bestimmen. Im Dritten Reich dient die Wirtschaftspolitik nicht nur der Mobilisierung, sondern auch der Kontrolle der Gesellschaft. Es gilt, die gesellschaftlichen Organisationen nach ihrer Gleichschaltung neu zu formieren. Wie viele Unternehmen kann sich auch die Central Krankenversicherung dem nicht entziehen. Zwar handelt die Central bis Ende der 1930er-Jahre zurückhaltend und verfügt 1940 noch über einen überdurchschnittlichen Bestand an jüdischen Versicherten (2.027 von 162.000). Dennoch bleiben Kündigungen jüdischer Kunden und Mitarbeiter nicht aus.

1940 - 1951

Im Jahr 1941 erwirbt die Agrippina Allgemeine Versicherungsgesellschaft die Aktienmehrheit an der Central. Bei einem Bombenangriff auf Köln wird im April 1944 die Hauptverwaltung vollständig zerstört. Die Mitarbeiter versuchen den Geschäftsbetrieb solange wie möglich, teilweise aus Privatwohnungen heraus, aufrechtzuerhalten.
Nach Kriegsende 1945 kommt der Geschäftsbetrieb der Central langsam wieder in Gang. Infolge der Währungsreform 1948 verliert die Central allerdings 90 Prozent ihrer finanziellen Rücklagen und ist im Wesentlichen auf die Beitragseinnahmen angewiesen, um ihren Verpflichtungen gegenüber den Versicherten nachzukommen.
1950 wird mit dem Wiederaufbau der Hauptverwaltung begonnen. Ein Jahr später sitzt die Central wieder am neuen alten Standort in Köln.

1969 - 1998

1969 übernimmt die Zürich-Versicherungs-AG die Aktienmehrheit der Agrippina und wurde damit auch Konzernmutter der Central. Durch die Öffnung der gesetzlichen Krankenversicherung für Angestellte, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze lag, im Jahr 1971 und die Einführung der Pflichtversicherung für Landwirte (1972) verliert die Central rund 220.000 Versicherte. Doch sie ergreift Maßnahmen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben. 1971 erwirbt die Aachener und Münchener Gruppe die Aktienmehrheit an der Central. In diesem drittgrößten Finanzdienstleistungsverbund in Deutschland kooperiert die Central noch heute mit erfolgreichen Unternehmen. 1975 gewinnt die Central die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) als Vertriebspartner. Das ist der Startschuss für die bis heute erfolgreiche Zusammenarbeit. Allein in den Jahren von 1987 bis 1997 verdoppelt sich die Anzahl der Versicherten von rund 556.000 auf 1,1 Millionen. Dass der Versichertenbestand 1997 erstmals die Millionengrenze übersteigt, liegt nicht zuletzt an der Fusion mit der SAVAG Saarbrücker Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft. Der Marktanteil der Central steigt von 3,9 Prozent (1987) auf 5,1 Prozent im Jahr 1997. 1992 wird die Hauptverwaltung schließlich um einen Bau am Gereonswall erweitert. 1997 wird die Central-Hauptverwaltung ein weiteres Mal vergrößert. 1998 übernimmt die Assicurazioni Generali die Mehrheitsbeteiligung an der Aachener und Münchener Beteiligungs AG. Damit gehört die Central zu einer der größten Versicherungsgruppen der Welt.

2000 - 2013

Von der Jahrtausendwende bis Ende 2011 gewinnt die Central das Vertrauen von zahlreichen Neukunden und versichert insgesamt über 1,8 Millionen Menschen. Zum 1. Januar 2000 verschmilzt die Generali Krankenversicherung AG mit der Central. 2006 verdeutlichen ein neues Logo sowie der Claim „Gesundheit bewegt uns“ die Markenwerte des Unternehmens. Seit 2007 positioniert sich die Central zur weiteren Schärfung ihres Markenprofils als Gesundheitsspezialist. 2011 hat sich die Central strategisch neu aufgestellt. Als einer der ersten privaten Krankenversicherer bietet das Unternehmen seit August 2011 sogenannte Einsteigertarife im Neugeschäft nicht mehr an und fokussiert sich auf Tarife, die einen hochwertigen Versicherungsschutz bieten. 2012 positioniert sich die Central auch vertrieblich neu: Die eigene Vertriebsorganisation HBO wird geschlossen und das Neugeschäft mit Maklern eingestellt. Durch Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes rückt das Thema Pflege 2013 in den Fokus. Als einer der ersten Versicherer bietet die Central im Januar einen staatlich geförderten Pflege-Tarif an und komplettiert ihn mit einem Ergänzungstarif. Diese Pflegetarife erreichen Bestbewertungen bei unabhängigen Produktratings. Am 1. Oktober 2013 feierte die Central ihr 100-jähriges Jubiläum.